Chris Krämer                                                                  64367 Mühltal, den 25.3.07

Bürgermeisterkandidatin

Bündnis 90/Die Grünen

 

 

Zunächst möchte ich Sie bitten, Thomas Rehahn, der für mich zu Ihrer Veranstaltung kommt, als meinen Vertreter anzuerkennen.....er ist auch mein Berater, wenn es um genehmigungsrelevante Aspekte zu diesen Themen geht. Ich verlasse mich auf sein Wissen!

 

Stellungnahme zu den Themen

 

Den Steinbruch Nieder-Ramstadt lernte ich 1969 kennen. Mein zukünftiger Mann erzählte mir, dass er darin schwimmen gelernt hat. Als wir 1970 nach unserer Hochzeit nach Nieder-Ramstadt zogen, waren wir oft auf unseren Spaziergängen im Steinbruch. Noch heute spazieren wir dort gerne und spähen über den Zaun, immer wieder habe ich dort auch fotografiert. Er ist der Inbegriff von Ruhe für mich.

 

Ich würde ihn sehr gerne so erhalten wie er ist....aber kaufen kann ich ihn nicht. Auch nicht als Gemeinde. Aber erhalten was geht! Da ist zum einen die Silhouette, die durch den Bewuchs mit Bäumen und Büschen ein wunderbares Stück Natur ist und am ehesten erhalten werden kann.

 

Eine Zustimmung der Gemeinde zum Abbau der ehemaligen Halden werde ich als Bürgermeisterin genauso wenig geben, wie als Fraktionsvorsitzende. Die Belästigung der Anwohner wäre unerträglich und zurück bliebe eine Wüste, die wieder 20 Jahre zum neuen Bewuchs brauchen würde.

 

Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass die Gemeinde rechtliche Möglichkeiten hat, gegen den Willen der MHI zu den Planungen im Inneren des Steinbruchs einen restriktiven Einfluss auszuüben, solange diese Planungen noch am Laufen sind. Erst wenn die MHI eine Genehmigung zur Umsetzung ihrer Planungen beantragt, kann die Gemeinde als Betroffener am Genehmigungsverfahren beteiligt werden. Um dagegen eine aus Sicht der Gemeinde bestmögliche Planung (und spätere Umsetzung) zu erreichen, sollte die Gemeinde das Ergebnis der Planung aber nicht untätig abwarten. Dann kann sie nämlich nur noch reagieren, aber sie kann nichts mehr gestalten.

 

Also sollte die Gemeinde so frühzeitig wie möglich ihre Bereitschaft zur konstruktiven Mitwirkung an die MHI herantragen. Nur so kann sie ihre Positionen klar vortragen, erwarten, damit ernst genommen zu werden und selbst Einfluss auf die Gestaltung des Nutzungskonzeptes und die weitere Planung und deren Umsetzung nehmen.

 

Mit einer starren Haltung und Verweigerung der Kooperation würde sie sich aber selbst aus dem Rennen um eine menschen- wie naturverträgliche und insgesamt nachhaltige Lösung kippen.

 

Schon auf den ersten Blick sehe ich verschiedenste Möglichkeiten, die man gemeinsam mit dem Eigentümer erarbeiten könnte: So könnte ich mir eine Besucherplattform für beeindruckende Einsichten in den „Krater“ vorstellen. Ich könnte mir den Steinbruch auch als einen pädagogisch erschlossenen und betreuten „Lernort“ für Schulen, Volkhochschulen und Universitäten vorstellen.

 

Als begehrtes Exkursionsziel wäre der Steinbruch hervorragend in Zusammenarbeit und langfristiger Betreuung mit dem GEO-Park Bergstraße Odenwald aufzubauen und als Sehenswürdigkeit mit wirtschaftlichem Nutzwert zu entwickeln.

 

Obwohl sich das nach viel Rummel anhört, vertrete ich die Auffassung, dass an erster Stelle, über allem, das Ziel weitestgehender Unberührtheit für die sich hier in Jahrzehnten ungestört eingefundene Natur stehen muss.

 

Wir haben schon eine Anfrage an die Gemeinde gestellt, wie das Untersuchungsergebnis in Sachen Grundwasser aussieht und welche Konsequenzen es hat. Leider haben wir bis jetzt keine Auskunft erhalten.

 

Versprechen kann ich, dass ich, sollte ich Bgm werden, bevor ich  Verhandlungen zum Thema Steinbruch führe, mit Ihnen und Vertretern des GEO-Parks Bergstraße-Odenwald Kontakt aufnehmen werde.

 

 

 

 Stettbachaue

 

Da möchte ich Sie um Unterstützung bitten. Offensichtlich ist die Gemeinde nicht in der Lage, die undichte Stelle in der Kanalisation in Trautheim zu finden, aus der bei Starkregen fäkalienbelastetes Abwasser in die Stettbachaue fließt.

 

Es sind 4 Überläufe in Richtung Stettbach in Trautheim bekannt. Sie wurden schon mehrfach kontrolliert und eine schadhafte Stelle nicht gefunden.

Wer mäht eigentlich das Schilf ? Ist dabei schon mal der Punkt gefunden worden, ab wo die unschöne Fracht auftaucht? Herr Beck vermutet einen unbekannten alten Überlauf, der entsprechend auch nicht mit den neuesten Rechen etc. ausgerüstet ist. Es wäre für alle sehr gut, wenn da endlich etwas passiert.

 

Vielleicht könnten auch Sie mit Ihren Beobachtungen zur Aufklärung beitragen!?

 

Damit wären wir bei den Fäkalien aus Traisa.....Ich dachte eigentlich, dass, nachdem ein Vertreter von der unteren Wasserbehörde vor Ort war, die Befürchtungen ausgeräumt wären. Sie erinnern sich vielleicht, dass er im Bürgersaal Trautheim die Pläne erklärt hat, die Funktion der verschiedenen Rechen  und auch genaue Auskunft z.B. über die Verweilzeit von gestautem Wasser nach einem Gewitter (7 – 8 Stunden) gegeben hat.

 

 

Zu dem aufgefüllten Gebiet an der Dornwegshöhstraße (Supermarkt) hatten wir schon gleich nach der halben Absage den Antrag gestellt, in den Plänen FNP und Regionalplan den alten Zustand wieder aufzunehmen. Es wurde die Befürchtung geäußert, dass der Investor Schadensersatzforderungen stellen könnte. Das sollte noch geprüft werden – ist bis jetzt aber nicht passiert. Die Verwaltung zu effizienterem Arbeiten zu führen, ist eine meiner wichtigsten Aufgaben als Bürgermeisterin!