Martin Strippel und Dr. Florian Schröder von der "IG Steinbruch Nieder-Ramstadt" trafen den Bürgermeister von Mühltal, Herrn Runtsch am 11. Dezember 2002 von etwa 17:20 bis etwa 18:00 Uhr, um Informationen und Standpunkte zu den OHI Vorhaben um den ehemaligen Steinbruch Nieder-Ramstadt auszutauschen. In einem sehr freundlichen und informativen Gespräch in konstruktiver Atmosphäre wurden sowohl der vorliegende OHI Antrag auf Abpumpen sowie die bekannten weiteren Pläne der OHI und ihre Folgen für die Gemeinde besprochen.

Dabei informierte Bürgermeister Runtsch die IG darüber, dass:

1. soweit heute bekannt, das RP über die Anträge schließlich entscheiden wird,
2. die Gemeinde Ihre Interessen wahren muss und dabei keine Fristen versäumen darf,
3. die Haltung der Gemeinde zu den Vorhaben im Stadtparlament entschieden wird, und dass
4. die IG Steinbruch nur über intensive Öffentlichkeitsarbeit eine Meinung in der Gemeinde und ihrem Parlament bilden kann. Bürgermeister Runtsch erläuterte an den Beispielen des Golfplatzes und anderer OHI Steinbrüche in der Gemeinde wie solche Verfahren ablaufen.

Die IG Steinbruch informierte Bürgermeister Runtsch über die geplante Flugblattaktion und vertrat ihre Standpunkte:

1. das Abpumpen sollte stets im Zusammenhang mit den Vorhaben der Deponie und der Recyclinganlage gesehen werden, auch wenn dies verwaltungstechnisch nicht direkt möglich ist.
2. das Abpumpen allein sowie die anderen Vorhaben im besonderen stellen eine schwere Schädigung der Natur in Mühltal sowie eine unzumutbare Belastung für die Bürger dar.
3. den Bürgern, welchen noch vor kurzem Baugenehmigungen in Steinbruchnähe erteilt wurden, wird ein materieller Schaden durch die Aufnahme eines gewerblichen Betriebs auf dem Gelände des ehemaligen Steinbruchs entstehen.

Beide Seiten vereinbarten, in direktem Kontakt zu bleiben und neue Informationen einander mit zu teilen, sofern dies zulässig ist. Als nächste Schritte wurden geplant:

1. die Gemeinde prüft ggf. zusammen mit dem RP, ob die OHI noch eine Abbruchgenehmigung hat oder ob diese inzwischen erloschen ist
2. die Gemeinde prüft ebenfalls ggf. zusammen mit dem RP, ob der See Grundwasser hat und ein Zusammenhang mit dem Brunnen der Gemeinde besteht
3. die IG Steinbruch informiert die Öffentlichkeit und prüft anhand der Resonanz auf das Flugblatt das Interesse
4. die IG Steinbruch informiert sich weiter über das RP und über die Anwaltskanzlei über die nächsten Schritte

Die IG Steinbruch dankt Bürgermeister Runtsch noch mal herzlich für diesen Termin.