Der Steinbruchsee

~ Ein Rückblick am Anfang des Jahres 2005 ~

 

Im Spätsommer 2004 wurde der Steinbruchsee vom Eigentümer, der OHI GmbH um 1 Meter Abgepumpt. Die Grube schaut jetzt aus wie eine schmutzige Badewanne. Was hat dies nun gebracht (oder nicht gebracht)?

 

Was konnte der Steinbruch-Verein dagegen tun (oder nicht tun)?

 Was steht in der Abpump-Genehmigung?

 was macht die OHI?

 was unternehmen wir?

 wie agiert das Umweltamt des RP Darmstadt?
 3.3 Einleitmenge: "die Einleitmenge beträgt maximal 40 qm/h"  sie leitet 41 qm/h ein    so eine kleine Überschreitung ist nicht schlimm (DE vom 7.1.05)
 3.6 Überwachung der Einleitung: "Überprüfung des Auslaufs auf Trübung und Färbung - werktäglich -"  tagelang lässt sich kein Mitarbeiter an der Einleistelle sehen    
 3.7c "Über den Zeitraum der geplanten Einleitung ist eine gewässerökologische Begleituntersuchung des Vorfluters durchzuführen"  bis November 2004 nichts  wir fordern Einsicht beim RP Darmstadt  ist nicht so schlimm, wird schon noch kommen
 3.7j: "...der Sohl- und Böschungsbereich des Gewässers ist an der Einleitstelle gegen...Erosionen zu sichern."  der Sohlbereich bleibt so wie zuvor  mir mahnen die Sicherung beim RP an  bis jetzt sind keine Schäden aufgetreten, die Sicherung kann ja dann erfolgen, wenn Schäden eingetreten sind

3.8 Gewässerökologische Auflagen

a) Zwischen dem 1. Juli und dem 30. September ist eine Wasserentnahme nur gestattet, wenn folgende Grenzwerte eingehalten werden:

maximale Wassertemperatur: 21 Grad, minimale Sauerstoffkonzentration: 6 mg/l

b: "Zur Klärung der Temperatur- und Sauerstoffsituation sind während der Sommermonate 2003 [!!!] ...mindestens zweimalig folgende Messungen durchzuführen: Wassertemperatur und Sauerstoffgehalt...

 nichts  wir verlangen beim RP Einsicht in diese Unterlagen

 ...im Oktober 2003: "die Untersuchungen liegen nicht vor, es wird ja auch noch nicht gepumpt [was hat das Eine mit dem Anderen zu tun?]...

...im Sommer 2004 erneute Anfrage [es wird bereits fröhlich gepumpt, das eingeleitete Wasser ist brühwarm]: "die Untersuchungen sind noch nicht gemacht" [und trotzdem schaut das RP dem Abpumpen tatenlos zu]. "Die Untersuchungen werden im Oktober vorliegen..."

...November 2005 erneute Anfrage [der See ist bereits um 1 m abgepumpt]: "jetzt ist es eh zu spät, die Untersuchungen werden im Sommer 2005 durchgeführt"

 3.8g: "Vor Einleitung in den Bach sollte das Seewasser zur Sauerstoffanreicherung über eine Rieselstrecke ... geleitet werden" es wird keine Rieselstrecke gebaut  wir mahnen die Rieselstrecke beim RP an  macht nichts, ist nicht so schlimm
 5a Nebenbestimmungen: "Zur Minimierung der Lärmausbreitung der vorgesehenen Pumpe ist diese mit einer schalldämmenden Einhausung zu versehen"  es ist keine Einhausung vorhanden, der Pumpenmotor steht im Freien  wir mahnen die Einhausung beim RP an  "die Pumpe ist ja nicht so laut..." Wir fragen nach "wie laut?"; RP: "weiss man nicht genau, da mit einem nicht-geeichten Messgerät gemessen wurde..."
 5b: "die Pumpe ist an einer dem Brutplatz [Ergänzung: des Wanderfalken] abgewandten Stelle des Gewässers zu errichten"  die Pumpe ist mitten auf dem See verankert    

Begründung: "Der Antrag [Ergänzung: zum Abpumpen] begründet sich darin,...

...dass durch den stetigen Anstieg des Wasserspiegels des Steinbruchsees...

 

...die Standsicherheit der Steilwand gefährdet ist."

 

 

der Wasserspiegel des Sees ist 2003 nachweislich um ca. 30cm gefallen

 

wir fragen nach: wer oder was ist denn eigentlich gefährdet [der See ist ja unzugänglich abgesperrt]?

 

 

 

 

 

 

"Wenn der Eigentümer eine Gefahr befürchtet, muss das RP handeln, eine Nachprüfung der Angaben ist nicht [!] nerforderlich".

 

ein "wohlwollendes Miteinander" von OHI und dem Umweltamt des RP Darmstadt drängt sich einem unvoreingenommenen Betrachter bei dieser Sache förmlich auf

 

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