Herr Dr. Rudolf Schug führte die Exkursion unter dem Motto: "Geologie, Mineralogie, Steinbruchgeschichte". Der Treffpunkt war um 14:00 an der Katholischen Kirche (Roßbergweg/Ringstraße). Bei schönem Frühsommerwetter startete die Führung (nicht ohne daß vorher jeder Teilnehmer eine Verzichtserklärung unterschreiben musste, dass bei einem Schaden die OHI von Regreßforderungen jeder Art freigestellt wird.

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Das Brechwerk, das den Schotter in unterschiedlicher Körnung herstellt.

 

Die Veranstaltung hatte regen Zulauf.

 

Hier erklärt Herr Dr. Schug, daß der Rossdörfer Steinbruch vor 50 Mio. Jahren ein Vulkan war und daß jetzt die erkaltete Lava des Vulkankegels ausgebeutet wird. Die ganzen geologischen Hintergründe hier zu wiederholen würde zu weit führen (und außerdem meine grauen Zellen überbeanspruchen :-)

 

Hier ein Blick auf die Abbruch-Wand mit den "Bermen". Der Rossdörfer Steinbruch ist von seiner Größe her imposanter als unser Nieder-Ramstädter. Auf Nachfrage an Herrn Axthelm von der OHI, der die Führung begleitete, ist es vom Boden bis zur höchsten Erhebung ca. 140 Meter. Beim Steinbruch in Nieder-Ramstadt sind das "nur" ca. 50 Meter, wo aber noch die 40m Meter Wassertiefe des Sees hinzukommen. Also grob gesagt ist der Rossdörfer Seinbruch fast doppelt so tief wie der Nieder-Ramstädter.

Der Rossdörfer Steinbruch entstand um die gleiche Zeit (vor ca. 100 Jahren) wie unser Nieder-Ramstädter Steinbruch. Zum Abtransport des Gesteins wurde extra eine Bahn-Nebenstrecke nach Roßdorf gebaut. Der Besitzer des Rossdöfer Steinbruchs, Herr Breitwieser hatte sich dann mit dem Besitzer des Nieder-Ramstädter Steinbruchs, Herrn Lefferetz zusammengetan und die bekannte OHI Gmbh gegründet.

Im Rossdörfer Steinbruch waren zeitweilig bis zu 200 Arbeiter (bei eher kärglichem Lohn) beschäftigt. Heute wird ein vielfaches der Menge an Gestein gefördert mit lediglich 6 Mitarbeitern

 

Die Steilwände werden in einem Winkel von 80 Grad angelegt. Das reicht aus, um ein Abstürzen zu vermeiden. Wenn Sie genau hinschauen, können Sie die Steigleitung erkennen, in der das Wasser von der Talsohle aus dem Krater herausgepumpt wird.

 

Hier wollte man einmal im unteren Teil der Steilwand einen Keil heraussprengen, um die ganze Wand zum Einsturz zu bringen. Das Gestein hat sich aber widerstandsfähiger erwiesen als gedacht und es ist lediglich ein Überhang entstanden.

 

Hier hat sich die liebe Frau Lorenz bereit erklärt , sich als Maßstab für die Größe des LKW ablichten zu lassen.

 

An Ende der Exkursion hatten die meisten Teilnehmer den einen oder anderen Stein als Andenken in ihrer Hosentasche.

Günther Löffler, 28. Mai 2011